Donnerstag, Mai 18, 2006

Es ist an der Zeit...


Ich sitze hier und ich weiß genau, es gibt genug zu tun um Tage, Wochen vielleicht Jahre damit zu verbringen und doch weiß ich, dass ich auch weiter hier sitzen werde um nichts zu tun.
Wie kommt sowas? Wie kann der Mensch seine Aufgaben, seine Ziele, vielleicht sogar seine Zukunft verleugnen nur um sich dann der Monotonie zu ergeben, nichts zu tun? Wieso sitze ich hier und habe Angst aufzusetehen und das zu tun, was ich schon lange tun will?
Les conservateurs dans l'ennui... ich weiß nicht ob das stimmt, auch nicht ob es überhaupt zutrifft.
Gehetzt fühlt man sich und ausgelaugt, kaum zeichnet sich das kleinste Quäntchen Arbeit am Horizont ab. Keine Zeit für Hobbies und keine Zeit zum Leben und trotzdem sitze ich hier und mache mich selbst unglücklich darüber. Um sich selbst traurig zu machen ist immer genug Zeit, denn glücklich-sein ist Luxus den man sich auch noch nach getaner Arbeit leisten kann...sollte man je zum Arbeiten kommen...Verdrängung nennt sich sowas. Bewusste Verdrängung.

Vielleicht ist das bloggen weniger deshalb unklug, weil man seine Gefühle preisgibt, als mehr deshalb, weil man eines tages feststellen könnte was man doch für ein kläglicher, einfacher, selten dämlicher Mensch ist wenn man es bisher nicht wahrhaben wollte.
Wie soll man sich anderem widmen können, die Welt zu einem besseren Ort machen, wenn man nicht einmal dazu fähig ist sein Leben zu leben?
Wieso eigentlich "man" wo es doch um mich geht?

Zeit ins Bett zu gehn.

Keine Kommentare: